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Trainingsgeräte für zuhause – der umfassende Ratgeber

Der Fitnesstrend boomt seit einigen Jahren und findet gefühlt kein Ende. Die Mitgliederzahlen der Fitnessstudios steigen stetig. Das Interesse an einem gesunden und gut aussehenden Körper ist allgegenwärtig. Leider fehlt vielen Leuten die Möglichkeit, ein Fitnessstudio zu besuchen. Sei es die Entfernung, aus finanziellen Gründen oder einfach Unlust, in einem überfülltem Studio zu trainieren. Fitness zuhause ist da eine klasse Alternative. Mit der richtigen Auswahl an Trainingsgeräten für zuhause kann man sich zuhause ein eigenes, hochwertiges Homegym zusammenstellen, dass den Studios in Sachen Trainingsmöglichkeiten in nichts nachsteht!

Die Auswahl an Trainingsgeräten ist riesig. Das ist natürlich auch dem Fitnesshype geschuldet, jeder Hersteller möchte mit neuartigen Fitnessgeräten Geld verdienen. Vieles davon ist aber wirklich unnötig und reine Geldverschwendung. Im Folgenden klären wir, was du wirklich brauchst für ein effektives Training zuhause.

Trainingsgeräte für zuhause

 

Trainingsgeräte für zuhause – die Basisausstattung

Die folgende Basisausstattung kann auch als Grundausrüstung betitelt werden. Sie stellt die Grundlage für ein effektives Training dar, womit der gesamte Körper trainiert werden kann.

Die Basisausstattung setzt sich aus 3 Fitnessgeräten zusammen. Ja, mehr brauchst du wirklich nicht um ordentlich trainieren zu können! Du brauchst lediglich 2 Kurzhanteln, eine verstellbare Flachbank und eine Klimmzugstange. Allein mit dieser Grundausstattung lassen sich sehr gute Resultate erzielen! Zudem benötigst du dafür kein großes Budget und viel Platzbedarf ist ebenfalls nicht von Nöten.

Die Kurzhanteln

Kurzhanteln sind die Allrounder schlechthin für das Fitnesstraining und gehören in jedes Homegym! Kurzhanteln ermöglichen ein Ganzkörpertraining, womit wirklich jede Körperpartie individuell beansprucht werden kann. Gleichzeitig sind sie relativ günstig und nehmen kaum Platz weg. Also optimal für das Training zuhause!

Worauf solltest du bei der Anschaffung von Kurzhanteln achten?

Beim Kauf der Kurzhanteln gibt es einige Dinge, die du beachten solltest. Die wichtigsten Punkte werden wir dir kurz erläutern.

  1. Der Hanteltyp: Es gibt 2 verschiedene Kurzhanteltypen. Hanteln, die selbst mit Gewichtsscheiben bestückt werden können und solche, die nur ein festes Gewicht haben. Zweitere findest du in der Regel in Fitnessstudios. Diese sind für das Hometraining aber gänzlich ungeeignet! Die aufsteckbare Variante ist da wesentlich flexibler, da du logischerweise nicht bei jeder Übung mit dem gleichen Gewicht trainieren kannst.
  2. 30mm oder 50mm: Es gibt Kurzhanteln mit 30mm Durchmesser und 50mm Durchmesser. Der Durchmesser bezieht sich auf die Aufnahmefläche der Hantelscheiben. Eine 30mm Kurzhantel kann nur Gewichtsscheiben mit 30mm Durchmesser aufnehmen. Equivalent dazu das Ganze bei der 50mm Variante. Für welche Variante du dich nun entscheidest, ist Geschmackssache. Die 30mm Variante ist in der Regel deutlich günstiger. Sie hat aber den Nachteil, dass sie maximal mit weniger Gewicht aufgeladen werden kann, als die 50mm Variante. Die 50mm Kurzhanteln haben meist einfach eine längere Aufnahmefläche und sich stabiler. Wer also wirklich schwer mit Kurzhanteln trainieren möchte (ab 50kg+ pro Hantel) der sollte eher zur 50mm Variante greifen. Ansonsten genügt die 30mm Kurzhantel-Variante aber völlig und ist empfehlenswert!
  3. Gewichtsscheiben: Es ist zu empfehlen, die Kurzhanteln direkt im Set zu kaufen. Da hast du direkt 2 Hantelstangen und etwas Gewichte dazu. Natürlich kannst du dir alles auch separat zusammenkaufen, das kommt in der Summe aber meist etwas teurer. Wenn du dir so ein Kurzhantelset kaufst, solltest du auf jeden Fall darauf achten, dass die enthaltenen Gewichte aus Gusseisen sind! Am Markt existieren auch Kurzhanteln mit Plastikscheiben, die mit Sand gefüllt sind. Haltet euch davon bitte fern! Diese sind qualitativ einfach minderwertig und außerdem so dick, dass die Aufnahmefläche der Kurzhantel schon mit relativ wenig Gewicht ausgereizt ist. Gewichte kannst du übrigens super easy dazukaufen. Hier findest du paar Tipps, worauf du dabei achten solltest.

Die Hantelbank

Das zweite Must-Have der Trainingsgeräte für zuhause ist die Hantelbank. Sie ist fast unverzichtbar für ein effektives Training zuhause und gehört in jedes Homegym! Eine ordentliche Hantelbank sollte folgende wichtige Kriterien erfüllen:

  1. Die maximale Belastbarkeit der Bank sollte min. 200kg betragen. Alles darunter ist zu unsicher. Man nehme einen 85kg schweren Mann, der es schafft, sein eigenes Körpergewicht beim Bankdrücken zu bewegen. Somit wird die Bank bereits mit 170kg belastet! Und sein eigenes Körpergewicht zu drücken ist zwar schon gut, aber da ist eben auch noch viel Luft nach oben! Deshalb sollte die Bank eine möglichst hohe Maximalbelastung aufweisen.
  2. Die Bank sollte unbedingt verstellbar sein. Dazu gehört auf jeden Fall die Rückenlehne, optional kann auch der Sitz noch schräg verstellt werden. Die Rückenlehne sollte bis zu 90 Grad positiv, also schräg nach oben, verstellbar sein. Ein netter Bonus ist, wenn die Hantelbank zusammengeklappt werden kann. Dann lässt sie sich bequem platzsparend verstauen.
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Die Klimmzugstange

Eine Klimmzugstange gehört ebenfalls in jedes Homegym. Klimmzüge sind eine der besten Rückenübungen überhaupt! Wer einen breiten Rücken möchte, kommt um diese Übung einfach nicht herum. Vor der Anschaffung einer Klimmzugstange für deinen Trainingsraum gibt es einiges zu beachten. Hier findest du Tipps für die optimale Klimmzugstange für zuhause!

Trainingsgeräte für zuhause – die Idealausstattung

Kommen wir nun zur Idealausstattung an Trainingsgeräten für zuhause. Mit dieser Auswahl stehst du einem Fitnessstudio in Sachen Trainingseffektivität in absolut nichts mehr nach. Im Gegenteil, teilweise wirst du sogar besser ausgerüstet sein als einige Studios! Mit dieser Ausstattung wird es dir möglich sein, dein körperliches Maximum zu erreichen. Zur Info: natürlich zählt die oben genannte Basisausstattung ebenfalls zur Idealausstattung dazu. Heißt, die nachfolgend genannten Geräte kommen zur Basisausstattung dazu.

Die Langhantel

Wer wirklich sein genetisches Limit erreichen möchte, kommt um die Langhantel nicht herum. Sie ist ein absolutes MUSS für jeden ambitionierten Kraftsportler. Denn sie ermöglicht die Ausführung der drei großen Grundübungen – Bankdrücken, Kniebeugen und Kreuzheben. Zudem ist die Langhantel langfristig gesehen die einzige Möglichkeit, eine dauerhafte Progression zu gewährleisten.

Hier gibt’s bei der Anschaffung wieder ein paar Dinge zu beachten:

  1. Durchmesser der Stange

Das gleiche Kriterium wie bereits weiter oben bei der Kurzhantel erläutert. Die Langhantel gibt es auch als 30mm und 50mm Variante. Während bei der Kurzhantel die 30mm Variante noch die etwas größere Empfehlung zugesprochen wurde, ist dies bei der Langhantel genau umgekehrt. Eine Langhantel mit 30mm Durchmesser ist meiner Meinung komplett ungeeignet. Diese sind zwar meist um einiges billiger, aber qualitativ so miserabel, dass eine 50mm Langhantel eigentlich alternativlos ist. Denn nur diese bietet genug Stabilität, um viel Gewicht aufzuladen. Was ja genau die Stärke der Langhantel ist – möglichst viel Gewicht damit zu bewegen. Optimalerweise holst du dir gleich eine Olympia Langhantel. Diese ist das absolute Non-Plus Ultra. Mehr Qualität geht nicht. Dementsprechend teuer ist sie natürlich. Aber glaube mir, die Anschaffung wird sich mehr als lohnen!

  1. Länge der Hantelstange

Äußerst wichtig ist die Länge der Langhantelstange. Zum Einen, da je kürzer die Stange ist, desto weniger Gewicht kann aufgeladen werden. Hier sollte man sich nicht von Anfang an limitieren, nur weil man eine zu kurze Stange gewählt hat. Desweiteren passen sehr kurze Langhantelstange nicht optimal in gängige Hantelablagen ooder Power Racks. Das ist aber wichtig, um die eigene Sicherheit gewährleisten zu können. Deshalb sollte die Langhantelstange Minimum 180cm Länge aufweisen. Besser noch 220cm, wie bei der Olympia Langhantel der Fall.

Das Powerrack

Das Powerrack ist das wohl kapitalintensivste und am meisten Platz verschlingende Trainingsgerät für zuhause. Aber – ein Powerrack eröffnet dir soviele Trainingsmöglichkeiten und macht dein Homegym zu einem echten Elitegym, um dass dich sogar einige Studios beneiden dürften. Denn in vielen kleineren Studios findet man Powerracks nämlich vergeblich.

Ein Powerrack ist zwar teuer, aber es ermöglicht sogar etwas Sparpotential. Denn mit der Anschaffung eines Power Racks erübrigt sich der Kauf einer Klimmzugstange, da Klimmzüge einfach am Powerrack ausgeführt werden können.  Zudem ermöglicht ein Power Rack die sichere Ausübung schwerer Kniebeugen. Die Königin der Kraftübungen und wohl effektivste Übung für den Unterkörper. Worauf du beim Kauf eines Power Racks achten solltest, findest du hier.

Nun weißt du, welche Trainingsgeräte für zuhause du brauchst und sinnvoll sind. Die Anschaffung all dieser Fitnessgeräte mag zwar auf den ersten Blick ziemlich teuer erscheinen. Setzt man das Ganze aber ins Verhältnis zu den zu zahlenden Monatsbeiträgen fürs Fitnessstudios, wird dagegen deutlich, dass dem eigentlich nicht so ist. Denn auf lange Sicht kommt das Homegym um einiges günstiger weg!

Nehmen wir an wir geben für die Idealausstattung insgesamt rund 1200 Euro aus (hier ein detailliertes Rechenbeispiel). Nehmen wir nun weiterhin an, der durchschnittliche Monatsbeitrag fürs Fitnessstudio beträgt 40 Euro. In diesem Fall hätte die Anschaffung der Fitnessgeräte für zuhause nach ca. 2 ½ Jahren bereits amortisiert!

Diese Trainingsgeräte für zuhause sind reine Geldverschwendung!

Es gibt viele Geräte, deren Anschaffung man sich dezent sparen kann. Grundsätzlich sind das eigentlich alle, die weder zur Basis- noch Idealausstattung gehören. Aus dem Grund, dass sie entweder keinerlei Nutzen bringen oder auch ganz einfach mit einem der oben genannten Fitnessgeräte ersetzt werden können.

Ein Beispiel wäre zum Beispiel ein Bauchtrainer. Total sinnlos. Wenn du die Grundübungen ausführst, benötigst du ohnehin kein separates Bauchmuskeltraining, da der Rumpf bei diesen Übungen genug beansprucht wird. Falls du deine Bauchmuskeln doch zusätzlich isoliert trainieren willst, reichen dafür Situps, Crunches etc. völlig aus. Dafür braucht man wahrlich kein Gerät. Gleiches gilt beispielsweise für einen Arm- oder Beintrainer.

Trainingsgeräte für das Cardio zu Hause

Der Fitnessmarkt bietet natürlich auch unzählige Geräte für das Ausdauertraining zu Hause. Tendenziell sind die aber nicht wirklich nötig. Cardio macht man am Besten draußen, bei frischer Luft. Also Laufen, Radfahren, Inliner usw. Oder man wird Mitglied in einem Sportverein und verbindet sein Ausdauertraining mit Spaß in einer Mannschaftssportart wie beispielsweise Fussball. Dann kann man sich die doch zum Teil hohen Anschaffungskosten für ein Laufband, Crosstrainer oder Ergometer sparen.

In Einzelfällen können sie aber dennoch Sinn machen. Wer in einer Großstadt lebt, für den ist vielleicht etwas schwieriger, bequem draußen laufen oder radeln zu gehen, wenn nicht gerade ein großer Park in der Nähe ist. Zudem ist nicht jeder für den Mannschaftssport gemacht. Beziehungsweise hat dafür keine Zeit, da die Mannschaftstrainings immer zu geregelten Zeit sind und daher extrem unflexibel. In diesem Fall können Ausdauergeräte für zuhause doch durchaus sinnvoll sein. Hier findest du Tipps zu Trainingsgeräten für das Ausdauertraining zu Hause.

Fazit

Das Einrichten eines eigenen Homegym’s ist nicht nur sinnvoll und macht Spaß, sondern muss auch gar nicht so teuer sein. Wichtig ist in erster Linie, wirklich nur die Geräte zu kaufen, die wirklich nötig sind. Dann steht einem effektiven Training und dem Weg, zur deiner Topform in den eigenen 4 Wänden, nichts mehr im Wege!