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Faszienball – sinnvoll oder nicht?

Das Training der Faszien wird immer populärer, dank des zunehmenden Trends hin zu mehr Fitness und Gesundheit. Gesunde Faszien haben nämlich direkten Einfluss auf unser körperliches Wohlbefinden und unsere Leistung beim Krafttraining. Beim Faszientraining haben die meisten aber die typische Faszienrolle im Kopf. Es gibt aber noch ein weiteres Produkt, das in keinem Faszientrainingssortiment fehlen sollte – der Faszienball.

Was ist ein Faszienball?

FaszienballEin Faszienball ist ein zwischen 8 – 12cm großer, harter Gummiball. Dieser kleine Massageball wird genau wie die Faszienrolle dafür eingesetzt, verklebte Faszien zu lösen  beziehungsweise die Faszienstruktur geschmeidig zu halten. Dabei besitzt der Faszienball einige Eigenschaften, die ihn von der typischen Rolle abheben.

Faszienball Vorteile

Obwohl der Faszienball im Prinzip das gleiche Grundproblem wie die Faszien Rolle – das Lösen von Verspannungen und verklebter Faszien – löst, bietet er trotzdem einige Vorzüge, die die Rolle nicht Faszienball Verspannungen im Nacken lösenbieten kann. Ein Faszienball eignet sich perfekt für Behandlung von Stellen, die mit dem Rollen über eine Faszien Rolle kaum ordentlich zu bearbeiten sind. Dazu gehören die in der Regel besonders mit Verspannungen geplagten Bereiche zwischen den Schulterblättern und dem Nackenbereich. Eine Faszien Rolle ist einfach zu groß um diesen Bereich gezielt ansteuern zu können.

Ein weiterer Pluspunkt des Faszienballs ist, dass damit schmerzende Stellen noch effektiver bearbeitet werden kann. Aufgrund der kleinen Größe des Balls, können kleine Triggerpunkte perfekt angesteuert und gelöst werden. Triggerpunkte sind die Stellen, an denen die Faszien verklebt sind. Oftmals sind das wirklich nur sehr kleine Bereiche, die mit einer Faszien Rolle nur oberflächlich behandelt werden können. Der Faszienball bietet da aber die Möglichkeit, diese Triggerpunkte perfekt zu treffen.

Macht ein Massageball nun also Sinn, wenn ich bereits eine Faszien rolle habe? Definitiv. Mit dem Ball können verspannte Punkte gelöst werden, die du mit einer gewöhnlichen Rolle gar nicht erreichen könntest!

Worauf achten beim Faszienball kaufen?

Beim Kauf eines Faszienball gibt es lediglich 2 wichtige Parameter, die du beachten solltest. Das sind die Härte und der Durchmesser des Faszienballs.

Ähnlich wie bei der Faszien Rolle gibt es auch den Massageball in verschiedenen Härtegraden – weich, mittel und hart. Da mit einem Faszienball die betroffenen Stellen noch besser getroffen werden, schmerzt das Faszientraining, gerade am Anfang, noch mehr. Es ist einfach intensiver. Deshalb ist es empfehlenswert, erstmal mit einem eher weicheren Ball zu starten, um sich an die Prozedur zu gewöhnen. Später solltest du dir aber auf jeden Fall einen harten Faszienball zulegen. Mit diesem kannst du besonders viel Druck auf Triggerpunkte ausüben und jede noch so kleine Verspannung lösen!

Faszienbälle sind wirklich nicht teuer. Ich empfehle dir daher 2 Massagebälle zu kaufen. Einen Weichen zum Einstieg und einen Harten, für ein maximal effektives Faszientraining. Die mittelharte Stufe benötigst du eher nicht.

Den Faszienball gibt es zudem in verschiedenen Größen. Häufig von 8cm Durchmesser bis 12cm Durchmesser. Ich empfehle dir, einen möglichst kleinen Ball zu nehmen. Denn dann kann der Faszienball seine volle Stärke, die punktuelle Bearbeitung der Triggerpunkte, ausspielen. Faszienbälle mit 12cm Durchmesser sind mitunter schon zu groß, um die Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich, sowie den Bereich zwischen den Schulterblättern, effektiv anzusteuern.

Faszienball Empfehlungen

Blackroll Orange Massageball

Blackroll ist der Platzhirsch im Faszienrollen-Bereich und hat natürlich auch Faszienbälle am Start. Einer davon ist der Blackroll Orange Massageball. Dieser bietet mit 8cm Durchmesser die optimale Größe für eine zielgenaue Behandlung betroffenen Stellen. Er ist eher der härteren Kategorie zuzuordnen, wobei hier allerdings noch Luft noch oben ist. Deshalb eignet sich dieser Ball super für Einsteiger, denen die weiche Variante zu lasch ist.

Zu guter Letzt ist der Blackroll Ball auch optisch ein echter Hingucker!

Faszienball-Set von Bodhi

Sehr sinnvoll ist es, sich direkt ein ganzes Set an Massagebällen zu kaufen. Damit hast du alle Härtegrade parat und kannst die Belastung beim Faszientraining super steigern. Außerdem kommt es dich meist billiger, direkt ein ganzes Set zu kaufen als dir die Härtegrade einzeln zusammenzukaufen. Das Massageball-Set von Bodhi enthält alle 3 Härtegrade bei optimaler Größe der Bälle.

Faszienball Duo von Blackroll

Eine etwas andere Form des Faszienballs stellt die „Blackroll Duo“ dar. Duo, da sie im Prinzip aus 2 aneinanderhängenden Bällen besteht. Sie wird häufig auch als „Peanut“, das englische Wort für Erdnuss, bezeichnet, da sie eben genau wie eine Erdnuss aussieht.

Die Peanut eignet sich perfekt als Ergänzung zum normalen Faszienball, den aufgrund ihrer Form kann der Bereich direkt neben der Wirbelsäule optimal bearbeitet werden. Beim Faszientraining sollte niemals über die Wirbelsäule gerollt werden, da es sonst zu Verletzungen kommen kann. Mit der Duo kann dies verhindert werden. Du legst dich quasi so mit dem Rücken auf die Duo, dass deine Wirbelsäule sich genau in der Mitte der Peanut befindet. Somit ist deine Wirbelsäule außen vor und du kannst perfekt die Rückenmuskulatur direkt neben der Wirbelsäule bearbeiten!

Gibt es Alternativen zum Faszienball?

Ja, die gibt es! Im Prinzip eignet sich als Alternative jeder Ball, der klein und hart genug ist. Diese Kriterien erfüllt beispielsweise ein Lacrosse-Ball perfekt! Lacrosse Bälle sind in der Regel sogar mit rund 6cm Durchmesser noch kleiner als herkömmliche Faszienbälle. Das heißt, kleine Punkte können noch gezielter angesteuert werden! Zudem entspricht die Härte eines Lacrosse Balls der Härte des höchsten Härtegrads eines Faszienballs.

Als Gegenbeispiel soll der Tennisball dienen. Dieser würde sich von der Größe her ungefähr eignen, ist aber viel zu weich. Legst du dich auf eine Tennisball, wird dieser einfach zusammengedrückt. Dadurch kannst du überhaupt keinen Druck auf Triggerpunkte ausüben und es wird dementsprechend keinen Effekt haben.

Fazit

Gezieltes Faszientraining kann einen hohen Effekt auf unser Wohlbefinden haben und gezielt die Tiefenmuskulatur trainieren und Verspannungen lösen. Deshalb sollte es zusätzlich zum den normalen Fitnesseinheiten ins Fitnessprogramm integiert werden. Ein Faszienball ist dabei eine super Ergänzung zur bekannten Faszienrolle.