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Lieber im Fitnessstudio oder zuhause trainieren?

Jeder Trainingsanfänger steht zu anfangs vor der Frage, was denn nun mehr Sinn mache. Soll ich lieber im Fitnessstudio trainieren oder zuhause und mir Fitnessgeräte für zuhause zulegen um mein eigenes Homegym einzurichten? Viele tun sich schwer bei der Entscheidung, da beides seine Vorzüge, aber natürlich auch Nachteile hat.

Als Entscheidungshilfe für den Trainierenden, werden im Folgenden die wichtigsten Vor- und Nachteile eines Homegym’s beleuchtet werden.

Vorteile Homegym

1. Zeitersparnis

Einer der wohl größten Vorteile des Homegym’s gegenüber dem Training im Studio ist die Zeitersparnis. Personen, die auf dem Land wohnen und eine einfache Fahrtzeit von 20min zum Studio haben, verbringen relativ viel Zeit im Auto.

Nehmen wir an, diese Person geht 4 mal die Woche zum Training, dann verbringt er allein für die Fahrten dorthin mehr als 2 1/2 Stunden. „Leere“ Zeit, die sinnvoller genutzt werden könnte. Gerade wenn man beruflich stark involviert ist und ohnehin wenig Zeit mitbringt, wird dieser Vorteil sehr an Wertschätzung gewinnen. Fitnessstudio oder zuhause trainieren – der Zeitfaktor. Klarer Punkt ans Homegym!

2. Zeitliche Flexibilität

Anschließend an oben genannten Punkt ist die zeitliche Flexibilität, die ein Homegym mit sich bringt, ein großer Pluspunkt. Du kannst zu jeder Tageszeit trainieren und bist an keine Öffnungszeiten gebunden. Vor Allem für Schichtarbeiter ein Riesenvorteil, da nicht alle Studios 24/7 geöffnet haben.

3. Auf Dauer günstiger

Der Kostenpunkt spielt auch immer eine wichtige Rolle. Die Erstanschaffungskosten für ein Homegym sind natürlich nicht unerheblich und können je nach den individuellen Wünschen und Bedürfnissen des Trainierenden schon mal in den 4 – stelligen Bereich gehen.

Verglichen mit den in Relation dazu ziemlich hohen Studiobeträgen, sind die Kosten meistens nach ca. 2 Jahren wieder reingeholt und trainiert ab dann quasi „kostenlos“. Dazu kommt, das Park – und Spritkosten ebenfalls entfallen. Genaueres, inklusive Beispielsrechnung, findest du in dem Artikel zu den Kosten eines Homegym’s.

4. Keine besetzten Geräte

Wer kennt sie nicht – die Spezialisten, die das Powerrack blockieren, um dort ihre Langhantel – Curls zu machen. Ziemlich nervig, in deinem Homegym hast du diese Probleme nicht! Auch sonstige Wartezeiten an den verschiedenen Geräten, die eine gewollte Pause von einer Minute schon mal zu 5 Minuten aufblähen können, entfallen!

Gerade zu den Stoßzeiten nach Feierabend oder zu Jahresanfang, wenn die Leute sich alibi – mäßig aufmachen ihre Jahresvorsätze umzusetzen, sind die Studios meist so überfüllt, dass an ein effektives Training kaum noch möglich ist.

Im Winter gibts zudem den Vorteil, dass du mit den richtigen Cardiogeräten dein Ausdauertraining zu Hause genauso effektiv gestalten kannst!

5. Du entscheidest, welche Musik du hören willst

In Studios läuft aufgrund von GEMA Vorschriften meistens keine Musik, die einen zu Hochleistungen pushen kann. Ziemlich schade, ist es doch anhand mehrerer Studien bewiesen, dass mit der richtigen Musik signifikante Leistungssteigerungen erreichbar sind. Dazu haben die Jungs von CodeFitness auch einen interessanten Artikel geschrieben.

6. Keine Einschränkungen

In den Studios dieser Welt sind viele Sachen verboten oder unerwünscht. Egal ob Gewichte fallen beim schweren Kreuzheben, lautes Geschrei bei den letzten WIederholungen oder Oben – Ohne Training bei großer Hitze – alles verboten.

In deinen Homegym bist du der Chef. Du entscheidest. Du kannst nackt trainieren, wenn du möchtest! Du kannst schwere Gewichte fallen lassen ohne Rücksicht ( vorausgesetzt du hast keine Nachbarn unter dir)! Du musst keine Gewichte zurückräumen. Du hast die völlige Freiheit in deinem Homegym!

Nachteile Homegym

1. Keiner, der einem die Übungen richtig zeigt

Vor Allem für totale Neueinsteiger in den Kraftsport ein großer Nachteil. In Studios hast du (mehr oder weniger) geschultes Personal, das dir bei der richtigen Übungsausführung assistieren kann. Das ist wichtig, da bei falscher Ausführung und Übermut bei der Wahl der Gewichte das Verletzungsrisiko sehr hoch ist.

Natürlich ist es auch möglich, sich die Übungen selbst beizubringen. Das erfordert aber einiges an Disziplin und oft verliert man auch einfach Zeit, da die nötigen Informationen zur richtigen Ausführung alle selbst recherchiert werden müssen. Deshalb ist es gerade für Leute mit wenig Zeit von Vorteil, wenn diesen Part ein erfahrener Trainer übernimmt, der einem alles zeigen kann.

Auch bei der Ausführung der Übungen steht in einem Homegym keiner parat, der das Ganze analysieren und korrigieren könnte.

Tipp:

Wenn du kompletter Anfänger bist, dich aber für ein Homegym entschieden hast, rate ich dir zu folgender Vorgehensweise:

  1. Informieren: Nachdem du dir deinen Trainingsplan zusammengestellt hast, sieh dir zu jeder Übung in deinem Plan Videotutorials an. Auf Youtube gibt es dazu unzählige hochqualitative Videos. Schau doch beispielsweise mal auf den Channels von SmartGains, TheTysonFitness und Brosep vorbei, da findest du tolle Videos zu diesem Thema!
  2. Nachmachen: Als nächstes versuchst du die Ausführung aus den Videos 1:1 nachzumachen, starte dafür erstmal mit sehr wenig Gewicht.
  3. Analysieren: Deine Ausführung solltest du auf jeden Fall begutachten. Dazu rate ich dir, dich bei der Ausführung zu filmen, z.B. mit der Webcam deines Laptops oder dem Handy. Anschließend vergleichst du entweder selbst deine Ausführung mit der aus dem Video, wo du es dir abgeschaut hast. Alternativ hast du auch die Möglichkeit, deine Ausführung von erfahrenen Athleten auswerten zu lassen. Dazu gibt es eine fantastische Facebook – Gruppe, die sich “ Der Märchentechnik ein Ende – Die richtige Ausführung von Kraftübungen“ nennt. EInfach mal suchen und beitreten. Dort lädst du dein Video hoch und bekommst eine kostenlose Analyse und hilfreiche Tipps von erfahrenen Athleten!

2. Fehlende soziale Kontakte

Einer der großen Pluspunkte des Trainings im Studio ist, dass du dort viele Leute triffst und soziale Kontakte knüpfen kannst. Das kann sich auch positiv auf deine Motivation auswirken, wenn du Leute triffst, die dich entweder aktiv pushen oder passiv, indem du siehst wie hart sie trainieren.

3. Nerviges Wechseln der Gewichte

Allen Voran bei den Kurzhanteln kann das Wechseln der Gewichte ziemlich auf die Nerven gehen. Zwischen den Übungen relativ unproblematisch, da kann das Ganze einfach als Pause genutzt werden. Bei den Aufwärmsätzen für die jeweilige Übung kann das aber dann schon sehr nerven. Im Studio nimmst du dir einfach die passende Hantel aus der Ablage und fertig.

Alternativ kannst du dieses Problem in deinem Homegym umgehen, indem du dir ein Hantelsystem zulegst. Was das ist, habe ich diesem Artikel genauer vorgestellt.

4. Hoher Erstanschaffungspreis

Der Erstanschaffungspreis für ein Homegym kann sehr hoch sein. Willst du ein gut ausgestattetes Homegym, musst du schon mit 800 Euro aufwärts rechnen. Das ist natürlich viel Geld auf einmal. Allerdings muss hier auch langfristig gedacht werden. Der Preis entspricht meist 2 Jahren Studiogebühr. Ab dann würde man auf jeden Fall günstiger wegkommen!

Fazit

Das Training in den eigenen 4 Wänden hat sowohl seine Vor – wie auch Nachteile. Meiner Meinung nach überwiegen aber die Vorteile, allen Voran die Zeitersparnis, zeitliche Flexibilität und die auf lange Sicht gesehen deutlich geringeren Kosten machen das Homegym zu dem besseren Trainingsort!

 

 


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