Skip to main content

Wirkung und Risiken von Anabolika: Wenn Kraftsport zur Gesundheitsgefahr wird

Kraftsportler wünschen sich einen schnellen, festen und umgehend sichtbaren Muskelaufbau. Die Wirkung „normaler sportlicher Aktivitäten“ ist jedoch nicht so groß wie die, die durch die Einnahme von Anabolika erzielt werden kann.

Allerdings haben hier viele Hobbysportler ein völlig falsches Bild von anabolen Steroiden, denn es sind keine Wundermittel. Das Training und die Ernährung müssen zu 100% passen, sonst wachsen auch unter der Anabolika Einnahme nur minimal Muskeln. Dabei ist es egal ob man mit Sportgeräten für zuhause trainiert oder im Gym.

Doch das Doping ist äußerst gefährlich, da es sich bei anabolen Steroiden um Hormone handelt. Gerade Jugendliche und Jungerwachsene sind besonders gefährdet und können durch die „Zutat“ beim Kraftsport erkranken. Unreine Haut, eine erhöhte Schweißproduktion und vergrößerte Brustdrüsen sind nur drei von zahlreichen noch harmlosen möglichen Nebenwirkungen.

Inhaltsverzeichnis

Doping ist in seiner Auswirkung nicht zu unterschätzen

Anabolika sind dafür bekannt, die Hoden schrumpfen zu lassen und Impotenz zu begünstigen. Weiter kann es zu Haarausfall, deutlichen Herzrhythmus-Störungen und Thrombosen kommen.

Doch auch das sind noch nicht alle Nebenwirkungen, die sich Kraftsportler zumuten und mit der Einnahme von Anabolika begünstigen. Arteriosklerose, Herzinfarkte sowie Schlaganfälle, Panikattacken und Depressionen bis hin zu Selbstmordgedanken sind ebenfalls nicht ungekannte Begleiterscheinungen beim Doping mit anabolen Steroiden.

Während die Hodenschrumpfung ausschließlich Männer betrifft, müssen Frauen durch die Einnahme von Anabolika mit einem Wachstum ihrer sekundären Geschlechtsmerkmale und einer Veränderung der Stimmlage, Menstruationsbeschwerden und vermehrtem Haarwuchs rechnen. Das Haar wird dabei aber nicht etwa auf der Kopfhaut dichter. Anabolika bewirken die Verstärkung der Körperbehaarung und können bei Frauen zur Brustbehaarung, dichtem Haarwuchs an Armen und Beinen sowie zum Bartwuchs führen.

Je länger Anabolika eingenommen werden, umso größer ist das Risiko von Organschäden. Da der Abbau der Hormone über die Leber und die Nieren erfolgt, sind die beiden Organe besonders gefährdet. Aber auch eine Herzvergrößerung, Bluthochdruck und ein verstärkter Augendruck sind Folgen anaboler Steroide.

Ebenso leiden viele Kraftsportler an Kurzatmigkeit bis hin zur Atemnot bei hoher Belastung. Mehr Muskeln bedeuten, dass der Körper mehr Sauerstoff benötigt. Beim konventionellen Muskelaufbau durch Sport passt sich der Sauerstoffbedarf dem Muskelwachstum an. Anders verhält es sich bei der Beschleunigung der Muskelbildung durch Anabolika. Hier „wächst“ der Körper schneller, als sich die Organe auf diese Veränderung einstellen und mithalten können.

Die Wirkung und ihr Kontext zur Nebenwirkung

Die gewünschte Wirkung beruht auf dem schnelleren Wachstum der Muskeln. Bei der Einnahme von Anabolika wird dieser Wunsch auf Basis einer hormonellen Umstellung des Körpers erfüllt. Doch im Kontext zu den zahlreichen Nebenwirkungen, die den Körper lebenslang und somit auch nach der Einnahme belasten, hält die Wirkung von Steroiden nur für den Zeitraum der Einnahme an.

Werden Anabolika abgesetzt, besteht die Gefahr, dass die Muskeln binnen kurzer Zeit wieder schrumpfen. Das bedeutet nicht, dass geschrumpfte Hoden dann wieder wachsen oder ein bereits zeugungsunfähiger Kraftsportler auf einmal wieder zeugungsfähig wird.

Da die Herstellung und der Verkauf von Anabolika in Deutschland verboten sind, beziehen Kraftsportler die Produkte entweder direkt im Ausland oder über Dealer, die sich die Waren im Ausland beschaffen. Informationen über die konkrete Zusammensetzung und Tests zu den Nebenwirkungen sind hier eine Fehlanzeige. Im Endeffekt können Anabolika daher ebenso betrachtet werden wie chemische Drogen, die illegal hergestellt und anschließend zu hohen Preisen verkauft werden.

Egal wie teuer Anabolika sind, den höchsten Preis den der Anwender zahlt, ist meist seine Gesundheit. Langjährige Konsumenten erkennt man daran, dass sie zwar voluminöse Muskeln, dafür aber ein sehr schlechtes Hautbild und meist eine Glatze aufweisen.

Das ist der Preis, den man für Anabolika zahlt und der im Vergleich zu den dauerhaften Organ- und Körperschäden noch „gering“ ist.

Kraftsport soll in erster Linie Freude bereiten und ein Ausgleich zum Alltag sein. Die Formung des Körpers tritt bei konsequentem Training automatisch und auf Basis der körperlichen Grundvoraussetzungen ein.
Die Beschleunigung des Muskelwachstums durch gefährliche Dopingmittel und die übermäßige Muskelbildung sind in Bezug auf die Gesundheit eine schlechte Entscheidung, die nicht wieder Rückgängig gemacht werden kann. Sowohl Männer wie Frauen erkranken durch Anabolika meist chronisch.

Weiterführende Links


Ähnliche Beiträge